Ärzt*innen, Patient*innenvertreter*innen und Expert*innen aus Medizin und Versorgung erzählen, warum Shared Decision Making für sie so wichtig ist und wie gemeinsame Entscheidungsfindung den Behandlungsalltag ganz konkret verändert. Ihre Perspektiven zeigen: Wenn Patient*innen aktiv mitreden dürfen, profitieren am Ende alle, medizinisch wie menschlich.
„Gemeinsame Entscheidungsfindung stärkt Vertrauen, Qualität und den Behandlungserfolg."
Prof. Dr. med. Florian Lordick
Professor für Onkologie und Direktor des Universitären Krebszentrums Leipzig
„Für wichtige Entscheidungen im Leben brauchst Du absolute Klarheit und manchmal bist Du nur drei Fragen davon entfernt."
Dr. Sabrina Han
Fatigue-Expertin
„Wir müssen daran arbeiten, die Lebensqualität im Sinne einer Shared Decision mit dem Patienten optimal zu halten."
Prof. Dr. med. Axel Merseburger
Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Lübeck
„Ich habe viel Kontakt zu Frauen, die eine Langzeittherapie nach ihrer Krebserkrankung bekommen, und die wünschen sich nichts mehr, als das Gefühl, dass sie sich gemeinsam mit ihrem Arzt für diese Therapie entscheiden können."
Dr. med. Anke Pregler
Ärztin, Psychoonkologin und Brustkrebs-Survivor
„Ohne Unterstützung bei der Aufklärung, ohne ein Empowerment vom Patienten, wird man nicht zu einem guten Weg für Entscheidungen kommen."
Prof. Dr. med. Volkmar Müller
Stellv. Klinikdirektor der Gynäkologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
„Bei Hautkrebs stehen Patienten oft vor mehreren Behandlungsoptionen [...]. Je nach Lebenssituation und Einstellungen von Patienten kann diese Entscheidung dann ganz unterschiedlich aussehen."
Prof. Dr. med. Jessica Hassel
Direktorin der Hautklinik am Klinikum Darmstadt
"Shared Decision Making bedeutet [...] für mich, dass wir diese häufig existenziellen Entscheidungen gemeinsam treffen. Ich, mit meiner medizinischen Expertise, und die Patienten mit dem, was ihnen im Leben wirklich wichtig ist."
Prof. Dr. med. Dirk Arnold
Chefarzt der Internistischen Onkologie am Asklepios Klinikum Hamburg
"SDM ist ein wichtiges Thema, das zeigt sich bei uns im Klinikalltag."
Prof. Dr. med. Nina Ditsch
Leitung Brustzentrum und Oberärztin Frauenheilkunde Universitätsklinikum Augsburg
„Wenn wir Krebsvorsorge nachhaltig verbessern wollen, dann müssen wir alle Patient*innen viel stärker miteinbeziehen."
Dr. Georg Ralle
Generalsekretär Vision Zero e. V.
„Um eine informierte Entscheidung zu treffen, brauche ich gute Informationen und dann kann ich mit allen zusammen gemeinsam entscheiden."
Alexandra von Korff
Patientenvertreterin
„Bei uns geht's um viel, um Wirkung und um Nebenwirkung und deshalb müssen wir mit unseren Ärztinnen und Ärzten sprechen und mitentscheiden."
Claudia Altmann-Pospischek
Brustkrebsaktivistin
„Ich finde SDM deshalb so wichtig, weil informierte Patient*innen die Therapie besser vertragen und mitsprechen können."
Biggi Welter
Vorstandsmitglied Mamazone – Frauen & Forschung gegen Brustkrebs e.V.
„Am Anfang meiner Behandlung hatte ich das Gefühl, es gibt nur den einen richtigen Weg für die Therapie und oft hat sich dieser Weg für mich nicht richtig angefühlt."
Cindy Körner
Brustkrebspatientin